Hopfen

"Entspanne dich – finde zurück zu Leichtigkeit und Vertrauen"

Botanischer Name

Humulus lupulus

Wirkung

beruhigend, nervenberuhigend, entspannend, schlaffördert, verdauungsfördernd, antibakteriell, entzündungshemmend, östrogenählich, hormonell regulierend, fruchtbarkeitsfördernd

Verwendung als Heilkraut

Der Hopfen ist weit mehr als nur eine Bierzutat.

Hopfen gehört zu den klassischen Nervenpflanzen. Seine Inhaltsstoffe wirken entspannend auf das zentrale Nervensystem und können bei nervöser Unruhe, Stress, Reizbarkeit sowie Ein- und Durchschlafstörungen unterstützend eingesetzt werden.

In Teemischungen wird Hopfen häufig mit Baldrian, Melisse, Passionsblume, Lavendel, Johanniskraut oder Kamille kombiniert. Die Heilpflanzen ergänzen sich in ihrer Wirkung und fördern Ruhe, Entspannung und einen erholsamen Schlaf.

Auch ein Hopfenkissen entfaltet seine wohltuende Wirkung über die ätherischen Öle und kann das Einschlafen erleichtern.

Die in Hopfen enthaltenen Bitterstoffe, hier vorallem Humulon und Lupulon, regen die Bildung von Magensaft, Galle und Verdauungsenzymen an. Dadurch kann er bei Appetitlosigkeit, träger Verdauung, Völlegefühl, Blähungen und krampfartigen Beschwerden im Magen-Darm-Bereich hilfreich sein.

 Außerdem kann Hopfen unterstützend bei Leber- und Gallenbeschwerden sowie zur Anregung des Stoffwechsels eingesetzt werden. In stoffwechselanregenden und sogenannten „blutreinigenden“ Teemischungen wird er gerne mit Brennnessel, Birkenblättern, Löwenzahn oder Gundelrebe kombiniert.

Zur allgemeinen Kräftigung – insbesondere im fortgeschrittenen Lebensalter – findet man Hopfen häufig gemeinsam mit Weißdorn, Mistel, Knoblauch oder Baldrian.

Ein warmes Hopfenbad kann bei Babys lindernd auf Koliken wirken. Auch äußerlich findet Hopfen Anwendung: Eine Creme aus Hopfenblüten, Olivenöl und Bienenwachs kann die Haut pflegen, Fältchen mildern und die Gesichtshaut straffen.

Hopfen in der Frauenheilkunde

Durch seine phytoöstrogenhaltigen Inhaltsstoffe besitzt Hopfen einen besonderen Stellenwert in der naturheilkundlichen Frauenheilkunde. Er kann den weiblichen Organismus sanft begleiten, wenn hormonelle Veränderungen zu körperlichen oder seelischen Beschwerden führen.

Besonders in den Wechseljahren kann Hopfen helfen, Hitzewallungen, innere Unruhe, Schlafstörungen, Reizbarkeit und nervöse Herzbeschwerden zu lindern. Je nach individueller Situation kann er mit Salbei, Herzgespann, Melisse, Passionsblume, Johanniskraut, Lavendel oder Baldrian kombiniert werden.

Auch während der Pubertät kann Hopfen Mädchen dabei unterstützen, ihr seelisches Gleichgewicht in einer Zeit hormoneller Umstellung zu finden. Neben Tee und Tinktur können auch entspannende Hopfenbäder wohltuend wirken.

Hopfen wird außerdem eingesetzt, um eine schwache Menstruation anzuregen sowie unregelmäßige oder schmerzhafte Monatsblutungen harmonisierend zu begleiten.

In der naturheilkundlichen Erfahrungsheilkunde wird Hopfen gelegentlich zur Unterstützung der hormonellen Regulation bei Kinderwunsch verwendet. Aufgrund seiner phytoöstrogenen Inhaltsstoffe wird angenommen, dass er die Eireifung und den Eisprung positiv begleiten kann. Seine beruhigende Wirkung kann zudem helfen, den oft emotional belastenden Kinderwunschweg gelassener zu erleben.

In der Volksheilkunde wird Hopfen außerdem bei nervösen Magenbeschwerden, depressiver Verstimmung sowie zur allgemeinen Entspannung eingesetzt.

Äußerlich kann Hopfen in Form von Salben oder Cremes verwendet werden. Zubereitungen aus Hopfenblüten, hochwertigem Pflanzenöl und Bienenwachs pflegen trockene und reife Haut und können deren Spannkraft unterstützen.

Bitte beachten:
Hopfen gilt als gut verträgliche Heilpflanze. Es empfiehlt sich jedoch, ihn nicht länger als etwa drei Wochen ohne Unterbrechung einzunehmen. Anschließend sollte eine gleich lange Einnahmepause erfolgen, um den Organismus nicht dauerhaft an die beruhigende Wirkung zu gewöhnen.

Bei empfindlichen Personen oder einer zu hohen Dosierung können Müdigkeit, verminderte Aufmerksamkeit, Magenbeschwerden oder selten Kopfschmerzen auftreten. Aufgrund seiner phytoöstrogenen Wirkung kann es vereinzelt zu Brustspannen oder einer verstärkten Menstruationsblutung kommen.

Verwendung in der Homöopathie

Humulus lupulus wird als Beruhigungsmittel eingesetzt, insbesondere bei nervösen Magenbeschwerden. Auch hier wird er meist in Kombination mit anderen homöopathischen Mitteln angewendet.

Verwendung in der Küche

Die jungen Triebspitzen des Hopfens (Hopfensprossen) eignen sich hervorragend für Salate, Aufläufe und Suppen. Sie können zudem wie grüner Spargel als Gemüse zubereitet werden.

Signatur

Venus, Merkur

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