Gundelrebe
Botanischer Name
Glechoma hederacea
Wirkung
entzündungshemmend, krampflösend, schleimlösend, wundheilend, zusammenziehend, lungen- und magenwirksam, steinlösend, stoffwechselanregend, entgiftend, antioxidativ
Verwendung als Heilkraut
Der Name Gundelrebe/Gundermann leitet sich aus dem Althochdeutschen „gund“ ab, was so viel wie Eiter oder Geschwür bedeutet und weist somit auf seine Verwendung hin. Die Gundelrebe ist ein Kraut, dass seit jeder zur Heilung bei eitrigen, schlecht heilenden Wunden und Abszessen eingesetzt wurde.
Gundelrebe wirkt entzündungshemmend und fördert die Heilung, insbesondere bei schlecht heilenden und eitrigen Wunden, Abszessen sowie bei Brandverletzungen und Hämatomen. Außerdem hat sie eine ausgleichende Wirkung auf den Magen und kann bei Appetitlosigkeit helfen.
Gundelrebe unterstützt die Heilung bei Nieren- und Blasenbeschwerden sowie bei Harnverhalt. Ihre entgiftende und stoffwechselanregende Wirkung lindert Beschwerden bei Gicht und Rheuma. Sie kann Giftstoffe aus dem Körper ausleiten und bringt Verstocktes und Festsitzendes wieder in Fluss.
Bei chronischem Schnupfen, Husten und Bronchitis entfaltet sie ihre schleimlösende Wirkung, bei grippalen Infekten lindert sie die Symptome und unterstützt eine raschere Genesung. Bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut kann Gundelrebe zudem zum Gurgeln angewendet werden.
In der Frauenheilkunde hilft die Gundelrebe bei schwacher Menstruation, stärkt Gebärmutter, lindert eitrige Brustwarzenentzündungen in der Stillzeit und wirkt fruchtbarkeitssteigernd. Dabei wird sie vor allem in Form von Tee oder als Frischsaft angewendet.
Starker Tee kann zur äußerlichen Wundbehandlung und zur Reinigung der Haut, zB. als Gesichtswasser, verwendet werden. Kann auch als Vollbad zur Unterstützung bei allen oben genannten Symptomen angewandt werden.
Genauso unterstützen Salben und Öle die äußerliche Heilung. Ätherische Öle löst man am besten mit einem Ölauszug und hat somit ein wirkungsvolles Wundöl und die Grundsubstanz für eine heilsame Wundsalbe.
Ein Ölauszug eignet sich vorzüglich für eine Ölziehkur bei Zahnfleischbeschwerden.
Durch die stoffwechselanregende und ausgleichende Wirkung unterstützt die Gundelrebe die Heilung bei chronischen und hartnäckigen Krankheiten, sie schenkt uns auch das Vertrauen in die eigenen Heilkräfte.
Die Gundelrebe ist eine begehrte Insektenpflanze, Hummeln, Bienen, Schmetterlinge lieben sie.
Verwendung in der Homöopathie
Glechoma wird als Urtinktur oder in niedriger Potenz bei Atemwegserkrankungen, bei allgemeiner Schwäche und zum Aufbau nach langer Krankheit gegeben.
Verwendung in der Küche
Die Gundelrebe enthält viel Vitamin C und eignet sich besonders im Frühjahr für Suppen, Salate, Aufstriche. Auch lässt sich herrlich Kräuterbutter und Kräutersalz daraus herstellen.
Gewaschene Blätter in ein wenig Butter kurz gedünstet, mit ein wenig Salz und Pfeffer gewürzt, schmeckt gut zu Kartoffeln oder mit anderen Gemüsearten vermischt. Eine Handvoll pro Person reicht, da die Gundelrebe einen eigenen herben, bitteren Geschmack hat, der sehr dominant ist. Deshalb am Anfang nicht zuviel davon verwenden.
Signatur
Venus, Merkur, Sonne
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