Lavendel
Botanischer Name
Lavendula officinalis / Lavendula angustifolia
Wirkung
Verwendung als Heilkraut
Lavendel ist ein klassisches Beruhigungsmittel für das zentrale Nervensystem. Lavendel reduziert die Botenstoffe, die Anspannung, Unruhe und Stress verursachen. Lavendel entspannt und beruhigt, macht jedoch nicht müde.
Lavendeltee und Lavendeltinktur helfen bei Nervosität, innerer Unruhe, Erschöpfung, Einschlafstörungen, Herzklopfen, nervöse Herz-Kreislaufbeschwerden, Nervenschmerzen und Ischias. Bei Kopfschmerzen und Migräne lindert Lavendel die Symptome.
Lavendeltee fördert die Gallebildung, wirkt lösend bei Magenkrämpfen und Blähungen und wirkt beruhigend auf Reizmagen und Reizdarm. Auch lindert Lavendel Menstruation – und Wechselbeschwerden.
Eine Massage mit Lavendeltinktur wirkt durchblutungsfördernd und schmerzstillend bei Rheuma und Gicht. Die Tinktur kann auch als Haarmitte bei Haarausfall helfen.
Lavendeltee wirkt schleimlösend bei Schnupfen und Husten und lässt diese abklingen, ein Lavendeldampfbad unterstützt die Heilung.
Bei Menschen mit niedrigem Blutdruck, die morgens nicht so recht in die Gänge kommen, regt eine Tasse Lavendeltee die Lebensgeister an und macht aktiver. Doch bei überreizten, nervösen Menschen kann Lavendel (Tee oder auch Vollbad) die Nerven beruhigen und ausgleichen.
Ein Lavendel-Kissen hilft am Abend sich zu beruhigen und fördert einen tiefen, erholsamen Schlaf. Auch bei unruhigen, quengeligen Babys kann der zarte Duft des Lavendels zur Beruhigung beitragen. Bitte beginnt mit kleinen Lavendelkissen, vor allem bei Babys und Kleinkindern, manche stört der intensive Geruch mehr als er helfen könnte.
Verdünnter Lavendelessig kann nicht nur als Salatwürze, sondern auch als Gesichtswasser verwendet werden. Die desinfizierende, entzündungshemmende und wundheilende Wirkung des Lavendels reinigt bei fettiger Haut und/oder Akne, gleichzeitig wird das Wachstum neuer Hautzellen stimuliert. Der Essig unterstützt den Lavendel dabei. Statt Essig kann auch ein stärkerer Lavendeltee, ein Lavendeldampfbad, ein Kaltauszug oder ein Lavendelwasser (Lavendel Hydrolat) verwendet werden. Eine Gesichtscreme aus Lavendel- und Ringelblumenöl pflegt die Haut zusätzlich.
Ätherisches Lavendelöl gehört zu den wenigen Ölen, die direkt auf die Haut aufgetragen werden können. Lavendelöl lindert bei Insektenstichen, wirkt wundheilend und schmerzlindernd bei kleinen Verletzungen und leichten Verbrennungen.
Lavendelöl und Lavendeltinktur können zur Behandlung von Nagelpilz eingesetzt werden.
Bei innerlicher Anwendung helfen kleine Mengen ätherisches Lavendelöl ebenso bei Nervosität oder Einschlafproblemen, beruhigen auch bei krampfartigen Magen- und Darmproblemen und leichten Kopfschmerzen. Dazu 2 – 3 Tropfen Lavendelöl mit ebenso viel Olivenöl oder Sonnenblumenöl mischen und einnehmen.
Lavendel ist ein natürliches Desinfektionsmittel, als Luft- und Auraspray (Lavendel Hydrolat oder Lavendelwasser) reinigt er Krankenzimmer bei und nach ansteckenden Krankheiten, reinigt und verbessert die Luft in jedem Raum und vertreibt auch negative Energien nach unerwünschten oder problematischen Besuchen.
Lavendel ist guter Begleiter im Haushalt. Lavendelauszug oder einige Tropfen Lavendelöl im Putz- und Wischwasser unterstützen die Reinigung von Kühlschrank, Kästen, Laden und Böden, der zarte Duft hinterlässt ein Gefühl von Reinheit und Frische. Lavendelwasser kann als Weichspüler oder zum Befeuchten der Wäsche vor dem Bügeln verwendet werden.
Ein Duftkissen oder ein Kräuterbüschel aus getrocknetem Lavendel im Kleider- und Wäscheschrank erfrischt die Bekleidung und hält Motten fern. Die Säckchen oder Kräuterbüschel müssen immer wieder ausgetauscht werden, da sich mit der Zeit der Duft verliert. Außerdem halten die ätherischen Öle des Lavendels Hausstaubmilben fern. Das Lavendelöl hält auch lästige Mücken an lauen Sommerabenden im Freien ab.
Verwendung in der Homöopathie
Lavendula officinalis wird bei Kopfschmerzen und Migräne, bei Muskelkrämpfen und Kältegefühl, sowie bei Magenschmerzen mit Übelkeit gegeben. Auch bei Insektenstichen, Rötungen, Ausschläge und schuppiger Haut kann Lavendula officinalis verwendet werden.
Verwendung in der Küche
Die Lavendelblüten, junge Triebe und Rispen können für allerlei Süßspeisen, wie Kuchen, Torten, Desserts, aber auch für Marmeladen, Gelee, Sirup, Getränke und Speiseeis verwendet werden.
Doch mit Lavendel lassen sich auch herzhafte Gerichte verfeinern, wie zum Beispiel in Salatmarinaden, Suppen, mediterrane Eintöpfe, Kräuterbutter, Fisch, Geflügel und Fleisch. Kleine Mengen Lavendelessig, Lavendelöl und Kräutersalzmischungen mit Lavendel geben Salate und lauwarmen Gemüse einen feinen Geschmack.
Sei neugierig und probiere einfach mal aus, Rezept lassen sich unzählige finden.
Beginnt bei der Verwendung von Lavendel beim Kochen mit geringen Mengen, da der Duft und Geschmack von frische Lavendelblüten sehr intensiv sein kann.
Tipp: Probiere mal einen Kräuteressig oder Oxymel mit Lavendel, Rosmarin und Thymian, als erfrischendes Sommergetränk ist die Mischung einzigartig.
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